Ich weiß, das ist für manche ein etwas verstörender Titel, aber es wird sehr bald klar werden.

Mit einem Auszug aus dem Star Wars werde ich das ganze bekräftigen. Ich selbst bin kein Star Wars “Fuzi”, aber diese Lektion von Yoda ist sehr wertvoll. Abgesehen davon bin ich mit Star Wars top aktuell, oder? 🙂

 

Die Quintessenz: Versuche es nicht! Tu es, oder tu es nicht! Versuchen sollte man meiden.


Warum?

Manche Psychologen meinen, wenn man sagt: “Ich versuche es”, hat unser Hirn bereits eine Ausrede gefunden, warum wir es am Ende doch nicht geschafft haben. Schlussendlich haben wir es ja nur versucht. Deswegen ist es für uns OK, dass wir es nicht geschafft haben. Das schützt unser Ego.

Aber nicht doch schon im Vorhinein!

Wenn wir aber sagen: “ja, ich mach’s!”, ist eine ganz andere Einstellung dahinter. Es hinterlässt kaum eine andere Möglichkeit, als dass man die Aufgabe wirklich zum Abschluss bringt. Egal, was es ist im Leben. Oder etwa nicht?

Wenn man bewusst sagt, dass man eine Aufgabe oder ein Ziel erfüllen wird, dann arbeitet unser Hirn auch anders, wenn es Schwierigkeiten gibt. Wir suchen nach anderen Möglichkeiten, nach anderen Wegen, es doch irgendwie zu erreichen.
Wenn wir es nur versuchen, sind die Chancen zu scheitern viel höher, würde ich meinen.

Und wie ist das jetzt im Tanzen?

Es beginnt mit dem :”OK, ich werde es versuchen, mit dir einen Tanzkurs zu besuchen”

Oder: ”ich versuche, besser zu drehen”. Oder: “ich versuche, mit dir mehr Tanzen zu gehen”. Oder: “Ich werde es heuer versuchen, Tango zu lernen.”

Was bedeuten diese Sätze im Klartext?

Dass man sich schon bevor man mit der “Aufgabe” anfängt, ein Hintertürl gebaut hat, wo man sich rausschleichen kann.

Es ist auch verständlich. Und es ist auch OK.

Will man aber im Leben mehr positive Sachen für sein Leben schaffen, ist das alleinige Versuchen nicht die allerbeste Art, oder?

Also, versuchst du den Kurs zu besuchen, oder besuchst du den Kurs?

Versuchst du mehr Tanzen zu gehen, oder gehst du mehr Tanzen?

Versuchst du besser zu drehen, oder tust du etwas dafür, besser zu drehen?

Wirst du es versuchen, Tango zu lernen, oder wirst du Tango lernen?

Es mag ein kleiner Unterschied sein, es kann aber einen großen Unterschied im Resultat ausmachen.
Denn wie wir wissen, es hängt sehr viel von der Einstellung ab, wie wir etwas angehen.

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Und dieses kleine Wort Versuchen beeinflusst unsere Einstellung. Ganz einfach.

Wie soll ich dann das Thema konkret angehen? 

  1. Vermeide das Wort VERSUCHEN. Und ich mache auch mit! Ich bin genauso “schuldig”, was das angeht. Ich werde es mir abgewöhnen. (Zuerst habe ich angefangen zu schreiben: ich werde es versuchen mir abzugewöhnen… 🙂 Unglaublich, wie das ein Teil von uns geworden ist). Falls du in meinen Kursen bist, darfst du mich daran erinnern, wenn ich es im Kurs sage: “Versuchen wir…” Das sage ich ziemlich oft. Also es ist auch meine Baustelle 😉

  2. Entscheide dich, entweder etwas zu tun oder eben nicht. Aber bewusst! Das sorgt für mehr Klarheit in deinem Leben und für deine Umgebung.

  3. Wenn du dich für etwas entschieden hast, dann bleibe 100% dabei und lasse nicht los. Gebe dich nicht mit einem Versuch zufrieden.

 Das kann man jetzt auf den Social Dance oder noch besser auf das ganze Leben umlegen.

Ich merke es selber an mir. Wenn ich gewisse Sachen mit dieser Voll-durch-Einstellung angehe, habe ich eine bestimmte Entschlossenheit und ein unsichtbaren aber spürbaren “Drive”. Damit stehen die Chancen erheblich höher, Pläne umzusetzen.

Aber immer noch erwische ich mich in dieser “ich versuche es”-Situation… Vor allem dann, wenn schlussendlich daraus nichts wird 🙂 Dann weiß ich auch warum. Aber es macht nichts, ich lerne.

Deswegen wollte ich dieses Phenomän und die eigene Erfahrung mit unserer Community teilen und vielleicht den einen oder den anderen motivieren, das auch selber zu versuchen. Und jetzt lese den letzten Satz noch einmal und finde den Fehler 🙂 Das wäre schon ein guter Anfang 😉

Ich konnte mir diesmal nicht helfen, ich musste diesen Artikel unbedingt schreiben. Inspiration dazu habe ich wieder mal durch Michael Hyatt bekommen. Er hat mir wie so oft klar gemacht, wie so kleine Sachen eine so große Auswirkung auf unser (Tanz)Leben haben können.

Ich hoffe aber, dass es manchen nicht zu viel Inspirationsgeschwafel in letzter Zeit war. Kann ja schon sein 🙂

Es ist mir aber ein Bedürfnis, diese Erkenntnise zu teilen und eventuell ein paar Leute zu motivieren, mehr positive Sachen in ihrem Leben zu tun und das Leben dadurch mehr zu geniessen. Im speziellen, weil es oft ganz kleine und einfache Sachen sind, die wir tun können, die unheimlich viel bewirken.

Bei Conny und mir dreht sich nicht alles ums Tanzen an sich. Es geht uns vor allem darum, wie das Tanzen unser Leben fördern und positiver gestalten kann. Nicht umgekehrt. Und darum sind für uns diese Themen ein wichtiger Part des Ganzen.

Was meinst du zu diesem Thema? Kannst du mit dieser Theorie etwas anfangen? Hast du eine andere Meinung? Oder kannst du das noch ergänzen?

Vor allem freue ich mich auf Erfahrungsberichte, ob man das umsetzen konnte und wie es gelaufen ist 🙂

P.S. Der Jahreswechsel hat mich motiviert diese Serie der Artikel über die Zielsetzung und Umsetzung zu schreiben. In den folgenden Artikeln wird es um viel tanzspezifischere Themen handeln. Wieder mal 🙂

Dance & Make A Difference