7 Gründe warum es nicht mit dir zu tun hat
und 3 Gründe, die du beeinflußen kannst.


Wir alle kennen die Situation, wenn man zu uns „Nein, Danke!“ sagt.
Du noch nicht?
Dann tanzt du entweder noch zu wenig oder zu selten. 😉
Das betrifft einfach uns alle Social Dancer! Punkt!

Die Frage stellt sich also nicht ob, sondern wie oft?
Aber die wichtigste Frage wahrscheinlich ist WARUM?!

Wenn es nicht mit dir persönlich zu tun hat

Erstens möchte ich dir mitteilen, dass es meistens nicht direkt mit dir persönlich zu tun hat. Ich sage nicht nie, sondern meistens. Das ist ein Unterschied.
Denn zu oft, wenn wir auf der Tanzfläche eine Absage erteilt bekommen, beziehen wir das auf uns selbst. Daher sinkt unser Selbstwert sofort in in den Keller.
Bei dir nicht?
Dann bist du eine/r der wenigen. Das hinterlässt normalerweise Spuren bei den meisten von uns…

Aber eine Tatsache ist, dass es meistens mit der Person zu tun hat, die „Nein“ sagt.

Was sind so die typischen Gründe, warum Leute eine Tanzaufforderung beim Social Dance ablehnen?

1. Das Lied passt nicht.

Oder sie können einfach damit keine Verbindung herstellen.
Das ist normal. Passiert uns allen immer wieder. Glaube mir, es ist manchmal besser, einen Korb zu bekommen, als mit jemandem zu tanzen, der einfach nicht da ist, oder nicht gerne zu diesem Song tanzt. Bei so einem Tanz ist es eher wahrscheinlich, dass du anfängst zu glauben, du machst irgendetwas falsch. Das lässt einen noch mehr verzweifeln und lässt noch mehr Fragen offen.

2. Die Musik ist zu langsam oder zu schnell.

Wenn das Tempo nicht passt, dann ist das ein besonderer Einschnitt in seine oder ihre Komfortzone.
Gerade gestern hatte ich bei einem Live Konzert einige Lieder ausgelassen, da sie einfach zu schnell oder zu langsam waren. Ich will ja meine Partnerinnen nicht unnötig quälen und sie in eine unangenehme Position bringen, dass sie an sich oder an mir zweifeln müssen, nur weil das Tempo nicht passt.
Manche Mädels vermeiden auch gerne, bei sehr schnellen Liedern mit einem unbekannten Leader zu tanzen. Oft ist es eine Frage der eigenen Gesundheit.;-) Es gibt immer noch zu viele TänzerInnen da draussen, die (meistens ungewollter Weise) sehr grob tanzen. Mit einem steigenden Tempo multipliziert sich dieser unangenehme Effekt.

3. Man braucht einfach eine Pause.

Sie haben gerade einige Tänze hinter sich und ihr Körper braucht ein wenig Ruhe und Entspannung. Speziell, wenn es keine angenehmen Tänze waren… Da sind die Ladies natürlich um einiges empfindlicher.

4. Man will sich mit einem Freund oder einer Bekannten unterhalten.

Oft merken wir gar nicht, dass jemand, mit dem wir tanzen wollen, gerade in einem Gespräch ist…
Jaaa, manche kommen zum Social Dance Event und wollen sich eher unterhalten und die Atmosphäre geniessen und nur hin und wieder mal tanzen.
Da ist nichts Falsches dran. In diesem Fall würde ich die Unterhaltung jedoch weiter weg von der Tanzfläche führen, um unangenehme Situationen zu vermeiden.

5. Manchmal sind sie körperlich angeschlagen.

Die Schulter zwickt oder der Rücken tut weh usw. In diesem Fall ist man besonders vorsichtig und eben auch wählerisch in der Auswahl  der Musik und des Tanzpartners.  Man will einfach weniger „riskieren“. Verständlich, oder?

6. Manchmal sind Leute einfach nicht gut drauf.

Jeder ist mal komisch drauf und vom Alltag gereizt. In diesem Fall tanzt man manchmal entweder nur mit einer engeren Auswahl an Partnerinnen gerne oder lässt überhaupt lieber Tänze aus, um sich durch die Musik ein wenig beruhigen zu lassen.

7. Deine (meistens niedrigere) Könnensstufe ist der Grund.

Das hat eindeutig nicht mit dir und deiner Person zu tun, sondern mit der Einstellung dieser TänzerInnen. In diesem Moment kannst du nichts dafür, dass du nur so lange tanzt, wie du eben tanzt. Wenn das der Grund sein sollte, dann hat es mit einer Art Einstellung zu tun, die ich in diesem Artikel nicht weiter vertiefen will. Das ist ein ganz anderes Thema.
Aber meiner Meinung nach, hat es trotzdem nichts mit dir zu tun.

Ein kleiner Zusatz zu diesem Punkt – ich persönlich wurde des Öfteren abgewiesen, weil ich „viel zu gut tanze“, und sie würde sich mit mir nur blamieren! Das war oft die Aussage…
Ich konnte die Damen leider nicht immer vom Gegenteil überzeugen und musste sie schweren Herzens in ihrem Glauben lassen…

Wenn es sehr wohl um dich persönlich geht


Gleichzeitig gibt es „Korb – Situationen“, in denen es sehr wohl um deine eigene Person geht. Vor allem, wenn die Absagen regelmässig sind. Tut mir Leid, dich zu enttäuschen, aber Freunde sagen immer die Wahrheit zueinander, oder Kumpel? 😉

1. Hygiene ist die eindeutige Nummer 1!

Egal, wie gut du tanzt, egal, wie hübsch dein Gesicht ist – wenn du miefelst, wirst du regelmäßig eine Abfuhr bekommen.
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal jemanden abgewiesen habe, aber eine fehlende Körper Hygiene wäre sogar für meine Verhältnisse sicherlich ein Grund es zu tun. Ehrlich!
Es gibt kaum einen prominenteren Grund, jemanden zu meiden. Das wird auch in den Toiletten der Tanzlokalen am häufigsten thematisiert.
Dafür gibt es einfach keine Ausrede.

Duschen, Deo verwenden, frische Klamotten,….
Moment mal…
Wieso soll das alles überhaupt schreiben. So was von eh klar!
Einfach indiskutabel, würde ich sagen.

2. Falsches Timing!

Das ist ein Biggie! Der richtige Rhythmus gehört natürlich zu den Grundlagen jedes Tanzes. Meistens haben jene TänzerInnen Probleme damit, die zu schnell Kurslevels hinauf hetzen, anstatt sich noch mehr mit den Grundlagen des jeweiligen Tanzstils zu beschäftigen. Manchmal trifft es auch jene, die Tanzkurse prinzipiell negieren.

Die Grundlagen eines Tanzes sind das, was auf der Tanzfläche wirklich zählt.

Ihr Beherrschen macht den Unterschied – Hop oder Flop!

Das ist auch etwas, was du sehr einfach verbessern könntest. Schneller und besser zu drehen, mehr Figuren zu lernen, die Balance zu verbessern, Lead & Follow zu verstehen – es dauert manchmal Jahre diese Skills zu meistern.
Aber die Grundlagen zu vertiefen (oder gar zu beherrschen) dauert viel kürzer und ist eine viel lohnendere „Arbeit“, da sie uns (und unseren PartnerInnen) so viel Sicherheit und Wohlgefühl bescheren könnte.

Und zu den Grundlagen gehört Timing einfach dazu.

3. Die Art deiner Connection ist zu grob

Es kann auch sein, dass es etwas mit der Art deiner Connection mit den PartnerInnen zu tun hat, wenn du immer wieder abgewiesen wirst.
Kann es sein, dass du etwas zu grob bist? Dass du manchmal zu viel Muskelkraft bei der Ausführung gewisser Moves aufwendest?

Die Antwort auf diese Fragen kann dir am besten ein Instruktor oder ein/e sehr erfahrene/r TänzerIn geben. Frag sie einfach! 😉 In diesem Fall ist eine Privatstunde eine sehr gute Investition in dich selbst und das Wohlgefühl deiner PartnerInnen.

Man könnte da sicherlich noch einige andere Gründe aufführen, aber ich glaube, die wichtigsten aufgezählt zu haben.

Wenn du der Meinung bist, es gehört unbedingt noch etwas dazu, bitte ich dich um deinen Kommentar unter dem Artikel.

Der wichtigere Part aus dem Ganzen sind sicherlich die Gründe, an denen du selber etwas verändern könntest.
Die nötigen Zutaten sind: ein Kübel Selbstwahrnehmung, ein Esslöffel Aufmerksamkeit und eine Prise Mut. 😀
Diese Gründe einfach ablehnen und ohne kritisches Nachdenken sich sagen: „das bin ich sicher nicht!“ lässt uns nicht unbedingt weiter kommen. Niemand behauptet, dass das leicht und angenehm ist. An dieser Stelle passt eine der wichtigsten Lebensweisheiten von Conny und mir:

Hinterfrage dich selbst bevor es die anderen tun!

Aber dann steht den durchtanzten Abenden sehr viel weniger im Weg…wenn überhaupt…

Zum Schluss noch…
Nein zu sagen ist völlig in Ordnung. Vor allem aber dann, wenn man es auf eine respektvolle Art und Weise sagt, so dass wir unsere MittänzerInnen nicht beleidigen und vor den Kopf stoßen.
Wenn ich jemals jemanden abblitzen lassen sollte, dann werde ich sie an diesem oder nächsten Tanzabend aufsuchen, um mit ihr zu tanzen.
Das bin halt ich.
Jeder wie er mag. Aber bitte liebevoll… 😉

Be caring,

Dance And Make A Difference