In diesem Snack darf ich gaaaaaanz alleine und ohne Conny (also, es wird nicht so attraktiv 🙂 ) wahrscheinlich einen der wichtigsten Tipps im Tango präsentieren – Wie setzt man den Tangoschritt?
Die Problematik ist eben in unserem alltäglichen Gehen, aus der Sicht vom Tango. Denn normalerweise bewegen wir uns so, dass wir zuerst unseren Schwerpunkt (meistens nach vorne) bewegen und dann gleich danach folgt das Spielbein (das Bein, das den Schritt ausführt). In diesem „Modus“ wird das Standbein ehestmöglich entlastet.

Im Tango sollte es umgekehrt sein. Um möglichst viel Kontrolle und Balance zu behalten, wollen wir viel mehr auf unser Standbein drücken, um damit die Kraft für den Schritt mit dem Spielbein zu generieren. Dadurch können wir viel besser die Gewichtsverlagerung vom Standbein aus auf das Spielbein dosieren und dem Schritt verschiedene Charaktere nach unserem Wunsch zuordnen – sanft, langsam, schnell, staccatto, dynamisch usw. Aber auf jeden Fall bewußt und mit viel Kontrolle. Das macht sooooo viel Unterschied im Tango.

Und, by the way, dieses Konzept kann man nur bei jedem Schritt im Tango umsetzen, den du setzt. 🙂 Wirklich! Bei manchen Schritte wird es weniger ausgeprägt sein, bei manchen mehr, aber es ist immer da.

Das gibt unserem Tango zusätzlich zu den erwähnten Kontrolle und Balance auch den nötigen Look & Feel im Tango. Abgesehen davon steht der Harmonie mit unserem Partner oder der Partnerin viel weniger im Weg, wenn wir dieses Konzept mal verinnerlicht haben. Laute Attribute, die den Tango zu dem machen, was er heute ist…

Zum Schluss erwähne ich noch, dass man das unbedingt zuerst alleine üben sollte! Wir müssen uns zuerst nur auf den Schritt selbst konzentrieren, ohne unseren Fokus auf die Führung und verschiedensten Schritte im Tango zu lenken. Das habe ich an meinen Anfängen dauernd gemacht – im Spar, auf der Strasse, beim Warten in der Warteschlange… Immer… Damit hat sich diese Art der katzenhaften Bewegung langsam aber sicher in meinem Körper automatisiert und musste nicht mehr daran denken, damit es trotzdem fast von alleine passiert.

Für wen ist diese Übung gedacht? Nur für alle TangotänzerInnen!

Wir alle können immer etwas mehr Kontrolle in unserem Schritt vertragen, egal wie lang wir Tango bereits tanzen. Punkt!
Aber natürlich macht dieses einfache Konzept am meisten Unterschied für die Tangonovizen…
Auf einen Schlag fühlt sich der Tango damit richtig angenehm und nicht überfordernd. 🙂

Und jetzt ran an die Übung… 🙂

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