Du tanzt vor dich hin, aber dein Gegenüber macht eine nicht ganz definierbare Mimik, die dich verunsichert. Wie sind deine Gedanken dazu? 

Ich nenne das Kopfkino!
Das sind Situationen, bei denen wir verschiedenste Bilder in unserem Kopf kreieren. Ob wahr oder nicht ist unwichtig – die Bilder sind da. 

Es ist jetzt die Frage, was tun wir mit all diesen Bilder?

Die simple Antwort wäre, sie weiter fliessen lassen, als wären sie nie da gewesen. Wie bei einer Meditation, du lässt Gedanken einfach an dir passieren.
Eine erweiterte Antwort folgt gleich…

Eine der wichtigsten Erkenntnisse in meinem erwachsenen Leben lautet:

Wir sind nicht unsere Gedanken und wir sind nicht unsere Gefühle.

Wir sagen oft, wir wären verärgert oder traurig. Das ist meiner Meinung nach gefährlich. Als ich realisiert habe, dass ich in Wahrheit nicht verärgert bin, sondern, dass ich nur verärgerte Gedanken hatte, konnte ich meine Gedanken bewusst auf etwas anderes lenken, dass mich wieder gut gestimmt hat.

Ich bin der Denker meiner Gedanken, also kann ich mich entscheiden einen anderen Gedanken zu denken.

Wir denken uns oft, dass die Gedanken und Gefühle, die wir haben fix sind und, dass sie uns und unser Wesen (und alles was wir tun) bestimmen oder definieren.
Und by the way, das ist auch nur ein Gedanke. 🙂
Du kannst jetzt genauso denken, dass das nicht so ist und auch daran glauben. 

In deinem Gehirn macht das keinen Unterschied aber in deinem Leben (und Tanzen) sehr wohl. 😉

Beim Tanzen denken wir uns genauso hunderte Sachen. Die meisten davon stimmen nicht ganz so. Ich nenne sie Miniflammen. Diese Flammen erlöschen von selbst, wenn man sie nicht beachtet. Aber, wenn wir sie vertiefen und ihnen einen Raum geben, dann ist es wie der Wind in einem Waldbrand – Wooooosh! 

Werde dir etwas bewusst – beim Tanzen haben wir intuitiv eine verschobene Wahrnehmung zwischen dem, was wirklich passiert, dem was wir glauben, das gerade passiert und was unser Gegenüber denkt, was gerade passiert.
Huiiiii, was habe ich da jetzt zusammengeschrieben…

Jedenfalls, es ist sooooo viel Raum da für Interpretationen jeglicher Art. Wenn du dir dessen nicht ganz so bewusst wirst, dann ist Wahrscheinlichkeit groß, dass du dich in deinen Gedanken verlierst und auch an sie glaubst egal wie sie ausschauen.

Noch eine meiner Weisheiten:

Glaube nicht alles, was du denkst!

Go With The Flow (Of The Movement)

Das ist eine der wichtigsten Säulen im Social Dance. Die Bewegung soll fliessen und 1000 Gedanken im Kopf helfen nicht unbedingt dabei, dass man den Flow der Bewegung aufrecht erhält. 

Diese Gedanken verunsichern uns oft und dadurch wird die Art unserer Bewegung natürlich beeinflußt. Das wiederum beeinflußt unseren Partner, der sich wiederum auch Gedanken darüber macht, und und und… ein endloser Kreis. 

Probiere beim Tanzen wie ein Pokerspieler zu agieren – lass dir nicht anmerken, was du gerade gedacht hast.
Hast du einen Fehler gemacht?
„Nein, habe ich nicht!“ lautet die Antwort. 😉
Natürlich hast du registriert, dass du einen Fehler gemacht hast. Das reicht aber! Verfolge diesen Gedanken nicht mehr weiter.
Weiter machen, keep the flow! Lenke dich durch den Bewegungsfluss von diesem Gedanken ab. Es ist viel gesünder für deinen Selbstwert und den Tanz, in dem du dich gerade befindest. 😉

Lassen wir es jetzt dabei. Darüber kann man Bücher schreiben, aber ich wollte nur mal deine Gedanken in diese Richtung lenken. 😉

Fakt ist, das Erlebnis eines Tanzes auf der Tanzfläche hängt sehr von deinen Gedanken und Gefühlen ab – du selbst kannst da viel mehr darüber entscheiden und bestimmen als du glaubst! 😉

Don´t overthink,

Dance And Make A Difference