An sich eine simple Frage, die eine simple Antwort will, oder? 😉
Gibt es eine Formel, mit der man mehr „high quality“ Tänze auf dem Dancefloor erleben kann? Natürlich eine exakte Formel mit Erfolgsgarantie! Ohne besondere Anstrengung wäre auch noch erwähnenswert…;-)
Die gibt es!
Relativ betrachtet… 😉 Denn jeder erlebt Dinge unterschiedlich und nimmt Ereignisse subjektiv wahr.
Aber ich glaube, dir hier eine Sammlung an Tipps bieten zu können, die dich vielleicht näher dem Idealbild bringen können, wie auch immer das aussehen mag. 🙂
Ich habe sie aber als Befehle gestaltet, um für mehr Handlung zu sorgen.
Ob das hilft?…. 🙂

Dieser Artikel baut auf dem letzten Artikel (Die 10-Schritte-Salsa-Strategie, um als Social Dancer begehrt zu werden) auf, den man natürlich auf alle Tänze umlegen kann. Dieser ist übrigens der meistgelesene Artikel des Blogs geworden! Bis jetzt (nach einer Woche) wurde er von mindestens 7000 unterschiedlicher Leser gelesen! Und täglich steigend… Ich war selbst ziemlich baff!
Der Artikel basiert auch auf dem Beitrag Was tun, wenn ich beim Tanzen nicht aufgefordert werde?

Mit den folgenden Tipps wird man garantiert zu einem der besseren Social Dancer in Szene werden. Dadurch werden die „high quality“ Tänze steigen…denn…du wirst dir viele davon aussuchen können.
Wie kann ich das so sicher wissen? Weil das die Formel ist, mit der man in allem Erfolg feiert, was man im Leben anfängt! Weil sie einfach wirkt. Man muss nur dran bleiben. 😉

Um möglichst viele „HQ“-Tänze an einem Abend zu geniessen, sollte man zur besseren Hälfte der TänzerInnen in der lokalen Szene gehören!

Das habe ich von Don Baarns und seinem Blog „Unlikely Salsero“ abgeschaut… Und es ist wahr, finde ich… Sobald du zu den Besseren gehörst, ändert sich die Ausgangslage für dich. Egal ob Leader oder Follower.
Aber nichts leichter als das, gell? 🙂 Zu den Besseren zu gehören, sagt er… Einfach so…

Keine Sorge, es ist leichter, als du dir vorstellen kannst. Selbst wenn du erst am Anfang stehst. In diesem Moment mögen dir alle (oder die meisten) auf der Tanzfläche wie die Profis im Vergleich zu dir erscheinen. Wenn du weiter liest und einige Tipps verfolgst, wirst du sehr bald einsehen, dass das Ganze gar keine Hexerei ist. 😉

Strebe minimale Verbesserung mit hoher Frequenz an!

Was bedeutet das?
Steter Tropf höhlt den Stein, oder? Mit minimalem Aufwand (ein paar Minuten) aber täglich kannst du viel schneller Fortschritte machen als die meisten Leute, die gleichzeitig mit dir angefangen haben. Wenn du dich jeden Tag ganz kurz (oder länger 😀) mit einem Tanzelement beschäftigst und das immer wieder machst, wandert es nach einer gewissen Zeit in deine „Body Memory“ und wird damit automatisiert.
Das wollen wir möglichst bald: möglichst viele Elemente des Social Dance automatisieren lassen.
Geht eben nur durch stetige Beschäftigung damit, bis es „ins Blut übergeht“.
„Und damit werde ich zu den Besseren gehören?“

JA!
Denn, du brauchst nur deine Tanzkollegen fragen, wie viele von ihnen täglich üben. Genau! Nur so wenig… Wenn überhaupt welche…
Also, damit kannst du dir einen großen Vorteil erarbeiten.
Die meisten TänzerInnen machen nur über kurze Zeit Fortschritte in ihrer Technik und Qualität der Bewegung. Dann kommen sie zu einem Plateau (über das ich auch geschrieben habe), den viele nicht „überdauern“. Mit anderen Worten, sie geben sich damit zufrieden, was sie bis dahin gelernt haben und können und gehen einfach nur hin und wieder tanzen. Basta. Der beste Weg zu einem So-So-Social-Dancer zu werden, by the way. Ist auch OK. Man muss nicht überall der Beste sein.
Aber der Spaß ist eben auch oft mit der Könnenssstufe verbunden, und das gewisse Level erreicht man viiiieeeeeel schneller, wenn man stetig daran (in kurzen Sessions) arbeitet.
Die anderen mögen in einer Sache vielleicht heute besser als du sein, aber mit dieser Strategie bist du am Ende der Gewinner. 😉

Bleibe konstant!

Oft macht es einen riesengroßen Unterschied, ob man immer dabei ist, Woche für Woche, Tag für Tag, oder immer wieder die Socials bzw. Kursabende „spritzt“. Natürlich ist das hier  eine Weiterführung von dem vorherigen Punkt. Bleibe konstant über längere Zeit! Damit hebst du dich eindeutig von der Masse ab. Oft brauchst du dich „nur“ aufraffen, deinen Hintern von der Couch zu heben und ihn in Richtung Tanzabend (oder Kurs) zu begeben, der Rest kommt schon. Ja, auch dann, wenn es dir nicht danach ist. Denn genau das macht den Unterschied! 
„Aber es soll doch Spaß machen“, kommt jetzt sicher…
Jaaaaaa!!! Soll es.
Aber dazu gehört auch eine Prise Training, Entschlossenheit und Selbstdisziplin.
Talent hilft. Nicht mehr und nicht weniger…

Werde positiv!

Don schreibt, dass er oft sich selbst vor den Kursabenden sagt: „Das wird die beste Stunde meinesLebens!“ Laut oder in sich hinein… Egal… Aber das bewegt in diesem Moment etwas in uns… Damit vermeiden wir diese Skepsis, die wir oft mit uns tragen. Dadurch zweifeln wir oft an uns, an unserem Partner, unserem Lehrer, ja fast an allem um uns herum. Und das ist eine Bremse für den Lernerfolg und damit auch für den Spaß an der Sache.
Es ist oft schwer… Man kommt nach der Arbeit zum Tanzen, kriegt den Kopf nicht frei und dann muss man auch noch diese Ausflüge ausserhalb der Komforzone machen. Schwierig.
Ich probiere es auch in letzter Zeit immer mehr und es hilft wahnsinnig viel. Es hilft auch im Umgang mit Menschen. Ja, auch bei tanzenden Menschen. 🙂
Denn jeder von uns trägt etwas Positives in sich.
Ja, jeder! 🙂
Auch wenn man manchmal nur das Negative in einem gewissen Moment sieht. Vor allem beim Tanzen. Es verändert alles, wenn wir in diesem Moment sofort an das Positivste an diesem Menschen oder an der Situation denken. Damit kreieren wir eine eigene konstruktive und kreative Wohlfühloase, die uns im Leben garantiert weiter bringt als eine „Life-Sucks-Einstellung“.  🙂
Eigentlich simple… aber nicht leicht, ich weiß. 😉
Aber… eine Supereinstellung wird wenig ohne den nächsten Tipps bewirken… 😉 Zusammen sind sie aber unschlagbar! YAY! 🙂
Also…

Beherrsche die Struktur des Tanzes!

Darüber habe ich ausgiebig im letzten Artikel geschrieben. Es zahlt sich aus, ihn zu lesen.
Nur so viel: je früher du die Struktur eines Tanzes beherrscht, desto eher kannst du mit fancy Stuff beginnen. Die meisten wollen zu früh fancy werden, verpassen damit die Struktur und werden So-So-Social-Dancer. Sie entwickeln nur mässige bis schlechte Partnering Skills und damit werden sie nicht unbedingt zu den begehrtesten TänzerInnen der lokalen Szene. Niemand mag mit einem Partner tanzen, der die Basis nicht verstanden hat.
Beherrschen bedeutet nicht nur kennen. Beherrschen bedeutet auch nicht nur können. Beherrschen bedeutet für mich, dass es ein Teil von deiner natürlichen Bewegung geworden ist. Dass du nicht darüber nachdenken musst. Dass es aus dir „automagisch“ einfach so hinauskommt. Dann beherrschst du es.
Wie?
Siehe oben… 😉

Sei bereit für eine totale Umstrukturierung deiner Einstellung!

Sag niemals nie. Was heute ist, kann morgen ganz anders sein. Wir sollten Veränderungen umarmen und sie als Freund sehen. Denn Eines ist sicher, Dinge bleiben nicht gleich. Alles verändert sich. Heute schneller denn je… Wenn du im Kopf „stehen bleibst“ und an den Sachen zu sehr „hängst“, könnte das hinderlich für deinen Fortschritt sein. Sei offen für neue Ansichten, neue Strukturen. viele Wege führen nach Rom. Suche deinen Weg. Auch dann, wenn du glaubst, den Richtigen gefunden zu haben. Wir haben viele richtige Wege in den letzten Jahren gefunden. Und waren trotzdem offen für neue. Auch wenn es unwahrscheinlich war, dass wir umdenken würden. Es ist trotzdem immer wieder passiert, dass wir unsere ganze Philosophie hinterfragt haben. Die Antworten machten unseren (Lebens)Weg vieeeeel klarer.

Hör nicht auf zu lernen!

Klingt logisch…
Ist es auch!
Hör nicht auf, ein unermüdlicher Lernender zu sein. Das ist der einzig wahre Weg, ein geschätzter und respektierter Mitglied jeder Szene zu sein. Lerne immer wieder Neues, sei hungrig nach neuen Ansichten und anderen Erklärungen für das gleiche Phänomen. Damit konditionierst du dich für neue Entwicklungen in jedem Tanz, denn die kommen. Neue Trends hören nicht auf…
Ich sage nicht, dass man jedem Trend nacheifern muss. Gar nicht. Aber sie durch Unwissen zu ignorieren, hilft uns als TänzerIn und als Persönlichkeit auch nicht wirklich.
Damit wachsen wir als Mensch. Das ist die Basis für den Rest von diesem Artikel. 🙂

Werde nicht eitel!

Das hat schon viele Talente (und alle anderen😀) verhindert, großartig in einer Disziplin zu werden! Wir denken oft zu viel, was die anderen von uns halten, während wir im Lernprozess sind und damit machmal unsere Komfortzone verlassen. Die Eitelkeit bringt uns oft dazu, wieder in Dieselbe zurück zu kriechen.

Schweiß und (emotionale) Schmerzen vergehen – der Sieg bleibt!

Oft denken wir, bei manchen Bewegungen würden wir wie der erste Mensch aussehen. Passiert nur allen TänzerInnen. 🙂
Wie wir damit umgehen, macht den Unterschied. Ganz einfach.
Und die Wahrheit ist: wir selber nehmen das Ganze oft vieeeeel schlimmer wahr, als es in Wahrheit ist. Die anderen merken es gar nicht. Und in unserem Kopf glauben wir, alle würden uns auslachen.
Selbst, wenn das der Fall sein sollte…

Probiere alle vorherigen Tipps umzusetzen, und nach nicht allzu langer Zeit wirst du Respekt und Bewunderung der selben Leute ernten, die dich früher belächelt haben.

In meiner Zeit, in der ich unterrichte, habe ich das schon so oft selber erlebt und auch miterlebt.

Sei freundlich!

Selbstverständlich? Wäre schön… Wenn das so wäre, würde ich es jetzt nicht anmerken.
Im Kurs, an einem Tanzabend, egal wo, sei einfach freundlich. Bereite dein Lächeln schon vor. Denn Lächeln ist einfach soooo schön und öffnet den Weg einer angenehmen Begegnung. Das macht dich zu einem wertvolleren Mitglied deiner Szene.

Die Welt liebt Menschen, die lächeln.

Es ist oft das entscheidende Kriterium, ob man aufgefordert wird oder nicht. Wer kann schon einem Lächeln kalt wiederstehen?
Alleine diese Eigenschaft wird für mehr Tänze an einem Social sorgen, als alle anderen zusammen. Zumindest will ich so denken. 🙂
Jaaa, du solltest auch fremde Menschen anlächeln. Es besteht eine große Chance, dass du Menschen, die du glaubst, nie gesehen zu haben, doch öfters getroffen hast. Ein sanftes freundliches (und authentisches) Lächeln öffnet mehr Tore im Leben als irgendwelche angelernten Taktiken.
Garantiert weil ausprobiert! 😉
Lächle in dich hinein, auch wenn es dir nicht danach ist. Das hat mich auch zu diesem Mensch gemacht, der ich bin. Und die meisten empfinden mich eher als sehr positiv und heiter.

Lächle in dich hinein und die Welt lächelt zurück!

That´s it!
Es gibt noch mehr, aber irgendwann muss ich aufhören, damit der Artikel nicht zu einem Buch wird. 🙂

Ich wollte eigentlich nicht so lange schreiben. Wirklich. 🙂
Es hat sich aber entwickelt…;-)

Ich glaube aber tief an alle diese „Aufforderungen“, die wir uns selbst sagen müssen, um besser in einer (Tanz)Disziplin zu werden.
Conny und ich versuchen tagtäglich sie umzusetzen, und unser (Tanz)Leben wird dadurch deutlich leichter. Ich sage nicht leicht. Leichter….;-)
Wir machen es uns selbst oft eh schwer genug… 🙂

Verfolge diese Tipps und du wirst nach gewisser Zeit garantiert zur besseren Hälfte in deiner lokalen Tanzszene gehören.
Dadurch wirst du auch mehr Optionen haben, du wirst öfter mit besseren TänzerInnen tanzen „dürfen“/können, du wirst dadurch mehr Spaß und Freude am Tanzen haben.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen fantastischen Sommer, der dir viele Möglichkeiten bringt, einfach zu tanzen, darin besser werden und das Leben trotzdem oder gerade deswegen zu genießen! 🙂

Smile,

Dance & Make A Difference