Die Advanced-TänzerInnen zelebrieren sie und Beginner bis Intermediate ignorieren sie – wovon ist die Rede?
Ein paar leere Zeilen zum Nachdenken…

Drum rollllllll….


Es sind die Basics!

Ach soooo! 

Wir haben in unserer Karriere sehr viele Privatstunden von ToptänzerInnen geniessen dürfen und woran wir zu 90 % dieser wertvollen Zeit gearbeitet haben waren… Überraschuuuung!….

….die Basics!

Sowohl die Basic Moves und Figuren als auch die Basic Techniken sind hier gemeint. 

Der Grund ist ein einfacher, und du hast ihn sicher sehr oft gehört, so oft, dass du in dem Moment wahrscheinlich schon „den Kanal wechselst“ – auf diesen Basics bauen alle weiteren Bewegungs- und Figurenkonzepte auf!

Ach sooooooo! Ja eh…

„Jaaaaa, das weiß ich eh schon!“, würden jetzt viele sagen.

Und das ist auch schon das Problem…

Mich interessiert aber nicht, ob du es WEISST… 
PRAKTIZIERST du es auch? 

Beherrscht du auch alle Basics? 

Das ist das einzig Wichtige hier…

Dieses Thema ist so einfach und banal, dass es die meisten übersehen bzw. den Basics meistens zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Gehörst du vielleicht zu denen?

Es ist OK, wenn du dir schüchtern denkst: „Vielleiiiiiiicht…“
Ich habe es am Anfang auch gemacht!

Der Grund dafür ist auch ein einfacher und auch sehr verständlicher – es wird vor allem am Anfang schnell monoton und langweilig, wenn man sich lange mit den Grundtechniken und -elementen beschäftigt. Die meisten sehen die Kreativität und Attraktivität in den Basics nicht. Wir sehr sie sich auch da irren…

Die meisten Beginner bis Intermediate TänzerInnen haben den Glaubensatz, sie hätten zu wenig Figuren und Moves in ihrem Repertoire. Sehr nicht überraschend….
Daher liegt auch ihr Fokus klar am Wachsen ihres Tanzvokabulars. 

Dem widerspreche ich gar nicht. Das ist ein klares Bedürfnis, das nicht ausser Acht gelassen werden darf. 

Es ist nur sehr problematisch, wenn das System kippt, sprich wenn ein großes Figuren-Repertoire auf wackligen Beinen aufgebaut wird. Damit fehlt ein solides Fundament, das dieses immer wachsendes Repertoire halten muss. 

Es ist wie, wenn wir eine Maschine (z.B. einen Rasenmäher oder einen elektrischen Rasierer) nie putzen bzw. instand halten, dafür aber dauernd benutzen. Die Lebensdauer wird dementsprechend gering werden, oder? 

So ist es auch mit unseren Basics – wir müssen uns nicht dauernd und zu lange mit ihnen beschäftigen, aber wenn wir es doch regelmässig und in Maßen tun, bekommt unser Tanzen eine ordentliche Portion an SubsTANZ und Fundament, auf denen es weiter wachsen und gedeihen kann.

So weit, so gut – wir sollen also mehr an den Basics arbeiten! Check!

Die Selbstwahrnehmung als die Schlüssel-Skill

Ein weiterer sehr sehr hilfreicher Punkt dabei ist unsere Fähigkeit (oder Unfähigkeit) der Selbstwahrnehmung. 

Damit können wir erkennen, wo unser Bedarf bzw. Verbesserungspotential liegt. Das sagt sich so leicht, aber speziell bei den Basic Moves und Konzepten, wie z.B. Timing kommt unser Wahrnehmungsaparat durcheinander. Die meisten checken es gar nicht, wenn sie off-Timing tanzen. Und die gleichen TänzerInnen checken es auch nicht, wenn sie DAUERND off-Timing tanzen. 

Es ist egal, wie viele tolle Figuren du tanzen und wie toll du dich bewegen magst – dieses Basic-Prinzip MUSST du in den Griff bekommen. Ansonsten wird keiner mehr gerne mit dir tanzen. Punkt!

Wenn du jetzt meinst: „Er meint nicht mich!“ sage ich nur Folgendes – mit diesem Zugang übst du die Fähigkeit der Selbstwahrnehmung nicht, sondern du ignorierst sie!

Die Idee wäre, dass du die Sache analysierst, dir sehr wohl Fragen stellst, und sie dann bewusst statt impulsiv beantwortest. 

Social Dancing ist wahrscheinlich eine der besten Plattformen, um die Selbstwahrnehmung zu trainieren.  Wir müssen nur dafür offen sein und unser Ego zum schweigen bringen. 

Der Umgang mit diesen zwei “Kontrahenten” (Selbstwahrnehmung vs. Ego) sind essentiell für die Entwicklung deiner Tanzfähigkeiten!

Fazit

Dieser Artikel ist eine offensichtliche Ode an die Basics! 

Damit möchte ich dich motivieren, eine neue (Liebes)Beziehung zu den Basics aufzubauen, sie zu umarmen und als einen wichtigen Teil deines tänzerischen Wachstums zu betrachten. Die Basics sind unsere besten Freunde, die uns immer bei Seite stehen. 😉

Wie so viele essentielle Skills werden sie nicht gelernt sondern über die Zeit entwickelt.

Das bedeutet, dass es eben wichtig ist, immer wieder an spezifischen Bereichen zu arbeiten und dich auf gewisse Aspekte konzentrierst, denn…

Only perfect practice makes perfect!

Es ist essentiell, dass du phasenweise bewusst und fokussiert an einer qualitativ guten Ausführung der Basic-Konzepte und Moves arbeitest anstatt den “Autopiloten” einzuschalten.

Wir haben schon gewonnen, wenn dein Tanzlehrer Das nächste Mal im Kurs sagt:“Heute Betreiben wir Basics-Pflege“ und du nicht unterbewusst schon abschaltest. Das sollte eigentlich eine Art „Lean Forward Moment“ werden, denn das ist eigentlich deine Chance, den nächsten eventuellen Quantensprung in deinem Tanzen zu gestalten. 😉

Ein sehr hilfreiches Tool dafür wäre unsere Online Social Dancing Academy im Speziellen mit den Modulen “Grundlagen und Prinzipien” im jeweiligen Tanzstil.

Das ist jetzt eine sehr relevante Werbung und deswegen schäme ich mich gar nicht dafür. 

Ganz im Gegenteil, denn unsere Member schreiben uns immer wieder, dass ein großer Vorteil von so einem Online Kurs ist, dass man sich gerade die Basics sehr oft zu Gemüte führen kann. 

So oft können wir es gar nicht im Live-Unterricht erwähnen, wie oft und intensiv du dieselben Basics mit einer Online Academy üben kannst. 

Ach ja… By the way, damit übst du auch deine Selbstwahrnehmung, denn in einem online Kurs gibt es keinen Instruktor, der dich beobachtet – diesen Part musst/darfst du selbst übernehmen. Das ist entweder ein Handicap oder eine Möglichkeit. 
Du darfst das für dich entscheiden. 😉

Embrace Basics,
Dance And Make A Difference

P.S. Ein kleiner Disclaimer – es gibt natürlich auch viele Beginner bis Intermediate TänzerInnen, die glücklicherweise sehr wohl am Lernen der Basics interessiert sind. Es ist eher „nur die Mehrheit“, die in diesem Artikel angesprochen wird, nicht alle! 😉