Nach jahrelangem Musiksammeln-, austauschen, kaufen, verlieren, suchen, wieder finden, wieder kaufen, auf die CDs brennen, von CDs wieder zurückrippen, und ähnlichen mehr oder weniger sinnvollen Prozessen, habe ich ziemlich viel Erfahrung gesammelt, welche Musiktools gut sind und welche weniger. Alles subjektiv, natürlich…
Es ist, wie die meisten Tanzmusiksuchende wissen, gar nicht so leicht passende Musik zu finden. Die nämlich, die unsere Lieblings DJs an den besten Salsa & Co. Parties spielen.
Die Tanzmusik, zu der wir am liebsten bei den Parties tanzen, wollen wir manchmal auch zu Hause oder im Auto hören, oder?
Das sollten wir!
Denn, wenn wir die Tanzmusik hören, ohne dabei zu Tanzen, können wir viel besser die vielen Schichten erkennen, aus denen unsere Lieblingstanzmusik erschaffen ist. 

Wir sind ja nicht multitasking fähig! Unsere Aufmerksamkeit teilt sich einfach auf. Somit haben wir weniger Resourcen für die einzelnen Bereiche. Ganz einfach… Wenn man nicht tanzt und nur die Musik hört, taucht man tiefer in all die Schichten und Ebenen ein. Auf einmal hört man die Melodie. 😀 Man hört die Instrumente im Hintergrund, man erkennt die Kontraste und Harmonien. Zumindest hat man mehr Chancen,  das alles zu erkennen, als wenn man währenddessen tanzt. Folglich fangen wir an, die Tanzmusik mehr zu schätzen , was wiederum sehr oft zu mehr Qualität beim Tanzen selbst führt.

Wir TänzerInnen reduzieren die Tanzmusik viel zu oft auf einen Rhythmus oder irgendwelche Zahlen.

Der Rest wird meistens unwichtig. Schade, oder?
Das hängt unter anderem mit der Tanzerfahrung, der Übung und der Fähigkeit zusammen, Prozesse zu automatisieren. Allerdings dauert es meist etwas länger, bis man mehrere Faktoren im Social Dance automatisier. 😉

Der Social Dancing Blog hat unter anderem eine glasklare Aufgabe: den TänzerInnen zu helfen, diese Zeit zu erleichtern und damit zu verkürzen!

Cool…
Und wie?

In diesem konkreten Fall ist uns spätestens jetzt klar geworden, dass es sehr hilfreich sein kann, die Musik unabhängig vom Tanzen zu hören. Ich spreche aus der eigenen Erfahrung.

OKEEEEY, VERSTANDEN! Aber wo finde ich sie??!!!

Ach, natürlich, der Titel… Die beste gratis Quelle bla bla…
Hätte ich fast vergessen…

SPOTIFY, natürlich!

Es ist DIE Quelle, wo ich im letzten Jahr all die Musik gesammelt hatte, die ich dauernd bei unseren Kursen und Parties spiele.
Ih habe Vieles ausprobiert und ausführlich getestet und mache das immer wieder, aber ich komme immer wieder auf Spotify zurück.

Spotify hat einen entscheidenden Vorteil für mich: ich kann problemlos und legal meine Musik mit euch allen teilen!

Ich sehe immer wieder, wie sehr sich die KursteilnehmerInnen freuen, wenn ich ihnen am Ende eines Workshops sage, wo sie die Musik herbekommen UND, dass es auch noch gratis ist!
Das war vor ein paar Jahren undenkbar. Viele sind mit USB Sticks zu mir gekommen, ob ich ihnen meine Musik geben würde. Das war keine schöne Lösung für mich.
Das ist jetzt aber alles anders!

Die wichtigsten Facts zu Spotify

Auf Spotify.com gibt es zwei Optionen: Gratis oder Premium. Für beide muss man sich entweder mit einer Emailadresse oder einem Facebookprofil anmelden. Dann ladest du die App auf deinen Rechner oder dein Handy runter.

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Die Gratis Version ist super für den Start. Man kann alles gratis anhören, die Qualität ist ganz gut, allerdings muss man sich hin und wieder (wie beim Radio) die Werbung anhören und die Reihenfolge der Lieder, die man sich anhört, kann man nicht ganz kontrollieren. Und man muss immer online sein, um Musik zu hören.. Denn, es ist eben ein Streamingdienst. 😉

Die Premiumversion bringt höhere Qualität (nicht wirklich merkbar), keine Werbung, vollständige Kontrolle über die Wiedergabe und nicht unwichtig – Offlineabspielmodus. Man kann sämtliche Playlisten, sofern man genug Platz am Gerät hat, auch herunterladen und immer hören, ob online oder nicht. Für mich war das der entscheidende Vorteil. Das sind die best investierten 10 € im Monat, die ich für meine musikalische (und dadurch tänzerische) Entwicklung machen konnte. 😉

Ein wichtiger Hinweis für die FB-Anmeldung: in der Standardeinstellung postet Spotify alle deine Aktivitäten sofort ins Facebook. Das kann man wollen oder nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es von den meisten nicht erwünscht ist. Die Ich-habe-gerade-gegessen-poster sind da natürlich ausgenommen. 😉 Aber keine Sorge, das geht schnell und einfach. In den Einstellungen klickt man einfach die Boxen weg, die das Thema betreffen.

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Dann kann man anfangen, Spotify zu erforschen. 😉
Einer der besten Features bei Spotify ist, dass die User ihre eigenen Playlisten veröffentlichen können – entweder ganz öffentlich, oder privat mit den Freunden teilen. Super cool!
Man sucht einfach in dem Suchfeld nach einem Genre, Künstler oder ähnlichem und scrollt runter bis „PLAYLISTS“ kommt. Dort sind wahre Schätze versteckt… ähhh… eigentlich veröffentlicht. 😀

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Oft weiß man nicht ganz, wonach man suchen müsste, oder? Da helfen diese Playlisten, um eine gute Startbasis zu bilden. Wenn dir eine Playlist zusagt, klickst du oben auf „Folgen“. So einfach. Sie erscheinen dann in „Deine Musik“.
Du kannst (und solltest) deine eigene Playlisten kreieren, da du dann damit deine eigene Mediathek erstellen kannst, die dir mehr Kontrolle und Überblick bietet. Ich kopiere meistens die Playlisten, denen ich folge in eine neue eigene Playlist, wo ich dann bestimmte Lieder aussortiere, bzw. andere aus anderen Playlisten hinzufügen kann. Ganz praktisch. Man kann zusätzlich ähnliche Playlisten in Ordner zusammenlegen. Hilft noch mehr in der Übersicht…

Und wo ist jetzt diese super Salsa und Co. Musik?!

Schon wieder bin ich abgedriftet, ich weiß…
Kurz: im Suchfeld „Dado Ibrakovic“ (Hey, das bin ja ich!  Ich bin berühmt!!!😀) eintippen, mein Profil anklicken und dann kommt man zur Übersicht aller meiner veröffentlichen Playlisten. Nach Tänzen sortiert natürlich. 😉 Und nicht nur das… Ich habe nicht einfach „Meine Salsa Musik“ Playlisten, oder ähnliches… Neeeeeiiiiin. Ich habe Salsa aufgeteilt in viele Unterstufen: Salsa Romantica, Old School, Salsa Classica, Salsa Cubana. Remix Salsa usw. Viele Untergenres (ist das ein legitimes Wort?), die man sonst mühsam heraussuchen und sortieren müsste…
Bitte, seeeehr gerne! 😉
Dann ist da eine Playlist, die ich vielen Salseros/as empfehle: Salsa 4 Practice. Eine Playlist mit Liedern, die einen klaren Rhythmus und gemütliches Tempo zum Üben beinhalten. Lieb, oder? 😀

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Man muss nicht weit schauen, um auch andere Genres in meinem Profil zu entdecken. Tango, Lindy Hop, Latino Cha Cha, Kizomba, Bachata, und sogar Nischen wie Bachatango! 😉
Und dieser Beitrag „zwingt“ mich noch einmal die Playlisten aufzufrischen und ein wenig aufzuräumen. Wie wann man Gäste zu sich einladet! 😀
Es kommen immer wieder neue Songs dazu, da ich immer daran bastle und meine Playlisten erweitere.

Mein Profil ist natürlich bei Gott nicht die einzige Quelle. Eh klar, oder? Es ist nur ein guter Ausgangspunkt, um die Künstler zu finden, die dir gefallen, in dem du einfach auf den Künstlernamen klickst und ihn weiter verfolgst. Des Weiteren bekommst du durch meine Playlisten ein besseres Gefühl, welcher Sound zu welchem Tanzgenre gehört. Zum Beispiel erkennst du leichter den Unterschied von der kubanischen zu NY-Style Salsamusik etc. Dadurch fühlt man sich etwas sicherer auf der Tanzfläche, denn ich glaube, je mehr wir die Tanzmusik verstehen, desto tiefer tauchen wir in den Tanz selbst ein. Das bestätigen viele gute TänzerInnen, mit denen wir uns Europa weit immer wieder austauschen.

Alles beginnt mit der Musik…

…und kommt wieder zur Musik zurück…

Das war nur ein grober Umriss von Spotify und seinen Basicfunktionen. Wenn es erwünscht ist, würde ich auch ein Video erstellen, in dem ich das quasi Live alles detailierterererer (das musste jetzt einmal sein 😉) erkläre und meine Art vorstelle, Spotify zu nutzen. Schreibe einfach im Kommentar dazu, ob das für dich interessant wäre, bzw. was du sonst über Musik gerne wissen möchtest.

Ich bin einfach nur sehr froh, solche Tools wie Spotify zu haben, um unkompliziert und  easy unsere Begeisterung für die Musik und Tanz mit unserer Community zu teilen. Vielleicht war früher alles andere besser. Ich bin trotzdem froh, in dieser Zeit zu leben. 😀

Dance & Make A Difference

 

P.S. Ein Disclaimer: wir haben keine Geschäftsbeziehung mit Spotify in irgendeiner Form. Sie wollten uns natürlich unverschämt viel dafür bezahlen, aber wir wollten nicht. Das haben sie uns zwar nie gesagt, aber ich bin mir ziemlich sicher. 😀Ohne Spaß, dieser Beitrag basiert auf einer einfachen, ehrlichen, objektiven und unabhängigen Empfehlung, die vom ganzen Herzen kommt. 😉

P.P.S. Hast du dir schon unseren Gratis Bachatango Online Kurs angeschaut? Nein? Kein Probleeeem. Klicke einfach hier. 😉