In diesem Artikel möchte ich über eine Erkenntnis schreiben, die meine Sicht auf Beziehungen jeglicher Art regelrecht auf den Kopf gestellt hat. Nicht, dass ich davor schlechte Beziehungen geführt habe, aber erst nachdem ich mit dem heutigen Thema beschäftigt haba, wurde mir einiges in Nachhinein klarer. Worum geht´s also?

Wir sollen Menschen nicht so behandeln, wie WIR SELBST behandelt werden wollen!

Das wäre aber schon ein guter Beginn. 😉 Wie könnten wir es aber noch besser machen?

Wie sollen Menschen so behandeln, wie SIE SELBST behandelt werden wollen!

Dieses WIR oder SIE macht den Unterschied zwischen großartig und gut genug in meinen Augen.

Gerade gestern ist mir so etwas passiert, wo es um gewisse Tagesabläufe in unserer Familie (zwischen meinen Bruder, seiner Familie und mir) gegangen ist. Ich habe in dem entscheidenden Moment nachgedacht, was ER wohl gemacht hätte anstatt, was ICH in dieser Situation für richtig halte. Es ging ja schlussendlich um SEINE Kinder. Es war am Ende eine ganz leichte Entscheidung, weil ich mich in seine Position versetzt und dementsprechend gehandelt habe. Es hat sich super richtig angefühlt, obwohl ich für mich eine ganz andere Entscheidung getroffen hätte.
Das war eine unsichtbare Einzahlung auf unser Beziehungskonto. Höchstwahrscheinlich wird er von dieser „Einzahlung“ nie erfahren. Anders aber – hätte ich so gehandelt, wie ICH es für richtig und in Ordnung gehalten hätte, hätte mein Bruder damit ein Problem gehabt und das wäre wieder eine „Abhebung“ vom emotionalen Konto gewesen .

Alles klar?

Und im Social Dance? Wie ist es da?
GLEICH!

Allerdings um zu wissen, wie andere Menschen behandelt werden wollen, muss man ihnen zuerst „zuhören“. Sie beobachten. Sie wahrnehmen.
Der Rest wird dann passieren. 😉

Aber noch einmal konkret zum Tanzen…

Am Anfang vom Tanz steht IMMER ein Kennenlernen. Ja, auch dann, wenn du deinen Partner bereits gut kennst. Tagesverfassung, Raumverfassung, Songverfassung usw… Es gibt so viele Variablen, die trotz der bekannten Person das ganze Erlebnis beeinflussen können. Diese Verfassungen senden auch ihre Signale in die Umgebung. Man muss sie zuerst sehen wollen und dann auch den Raum und Ressource gestalten, um auf diese Signale auch entsprechend zu reagieren.

Manchmal fehlen uns die Tools um zufriedenstellend zu reagieren. Das ist normal. Aber bitte nicht aufhören, die Signale deswegen wahrnehmen zu wollen. Das ist der Anfang von jeder guten Beziehung, welcher Art auch immer – die andere Person sehen, hören und verstehen zu WOLLEN.

Natürlich funktioniert das nur, so lange man dabei seine eigenen Grenzen respektiert und kommuniziert! Das bitte auf keinen Fall vergessen!

Ich klinge jetzt wahrscheinlich wie ein Beziehungsguru… Keine Sorge, weit gefehlt! Ich scheitere tagtäglich in diesen Sachen. Die Geschichte oben mit meinem Bruder war ein Lichtblick, aber an diesem Tag habe ich garantiert mindestens zehn andere Situationen verpasst, um eine Einzahlung auf ein Beziehungskonto zu tätigen. Mit wem auch immer.
Das ist für mich auch OK. Man hat ja nur eine gewisse Energie und Ressourcen zur Verfügung und man sollte versuchen, immer das beste aus dem zu schaffen, was man gerade kann.
Ich versuche es aber jeden Tag ein wenig besser zu machen als gestern.
Das Gleiche hoffe ich für dich und deine Umgebung. 😉

Treat people like THEY want,

Dance And Make A Difference