Dieser Artikel ist nur f├╝r euch, liebe Ladies! ­čśë

Wir sind gerade beim Salsacongress in Wien und damit einem Thema wieder sehr nahe, das sich durch alle Tanzsparten zieht. Egal ob Ballroom, Lindy Hop, Tango, West Coast Swing oder eben Salsa – in jeder Tanzsparte mache ich die gleichen Beobachtungen, und es werden mir die gleichen Fragen gestellt.

„Muss ich wirklich jung, h├╝bsch, sportlich und eine ausgezeichnete T├Ąnzerin sein, um genug Tanzpartner zu haben und damit den Tanzabend genie├čen zu k├Ânnen?“

Ein klares „NEIN“..

…aber…

Wie so oft, gibt es leider etwas Erg├Ąnzendes dazu, das hier noch beigef├╝gt werden muss.

Nat├╝rlich tragen manchmal die Optik und die Pers├Ânlichkeit dazu bei, einen guten ersten Eindruck zu kreieren und die M├Ąnnerwelt auf sich aufmerksam zu machen. Schlu├čendlich aber z├Ąhlt noch Vieles mehr.

Oft kommen Frauen zu mir, die sehr ungl├╝cklich sind, weil sie nicht genug Tanzpartner f├╝r sich gewinnen k├Ânnen, oder die auch das Gef├╝hl haben, immer von der T├Ąnzerwelt ├╝bersehen zu werden.

Beobachte ich sie dann am Abend, kann ich meistens ein Feedback geben.

Unabh├Ąngig davon, ob man jetzt tanzen m├Âchte oder nicht, die meisten dieser Frauen strahlen etwas „Ungl├╝ckliches“ aus. Somit zieht diese Ausstrahlung meist nicht jene Menschen an, die nach (Tanz-) Freude suchen. Dadurch machen die Frauen weiterhin die Erfahrung, nicht gesehen zu werden und TADAAAA … der Teuefelskreis ist da!

Doch wie ist es nun m├Âglich, aus diesem auszubrechen und eine begehrte Partnerin im Social Dance zu werden.

1.) LERNE DEINEN K├ľRPER KENNEN und ihn ZU STEUERN

Follower, die sich am Herren anhalten m├╝ssen, um die Balance zu halten oder auch eine Drehung zu schaffen, „belasten“ den Leader, der ja ohnehin schon viel Ressource braucht, um vorauszudenken, Vorschl├Ąge zu gestalten und seinen eigenen K├Ârper in Balance zu halten.

Egal wie schwer oder leicht du bist, wenn du dich anh├Ąltst, kommen oft Kr├Ąfte zusammen, die es f├╝r beide Seiten sehr schwer machen, den Tanz zu genie├čen.

TIPP: Lerne deinen K├Ârper kennen. Stehe oft auf einem Bein – mal auf den Zehenspitzen mal auf den ganzen Fu├č. ├ťbe Bewegungen und Drehungen alleine und beobachte deine Schwingung und deine K├Ârperbewegung. Sei dir sicher, dass du keinen Leader „brauchst“, um deine Bewegungen zu st├╝tzen, denn dann wird er sie gerne in Notf├Ąllen unterst├╝tzen! ­čśë

2.) Timing/Rhythmus

Follower, die selbstst├Ąndig ihr Timing beibehalten ┬áund/oder den Rhythmus an den Leader anpassen k├Ânnen, sind hei├č begehrte Tanzpartnerinnen. Das gilt allerdings auch umgekehrt. ­čśë
Wir Follower sind auch Timing Keeper, vor allem dann, wenn die Leader etwas verunsichert sind, bzw. durch ihre Figuren abgelenkt sind. Da kommen wir mit unserer Timingstandfestigkeit ins Spiel. Wenn nicht, dann multiplizieren sich zwei Unsicherheiten in eine riesengro├če.

Wenn du Schwierigkeiten mit dem Rhythmus hast, kostet das deinen Tanzpartner sehr viel Ressource, den Tanz harmonisch zu gestalten.

TIPP: Trainiere den Rhythmus zu Hause und alleine zu verschiedensten Musikst├╝cken. Tanze durch die Wohnung oder im Kopf, wo immer du auch bist. H├Âre dir verschiedenste Lieder bewusst an und beginne mit zu summen und die Musik aufzunehmen. Das ist nicht nur die Aufgabe des Leaders sondern jene von beiden Partnern, um den Tanz harmonisch und zur Musik gestalten zu k├Ânnen. Rhythmus hat man oder man ihn nicht. Wenn nicht, dann kann man es trainieren. Alles gut, also! ­čśë

3.) HALTUNG und AUSSTRAHLUNG

Menschen haben immer eine Ausstrahlung, die auf andere wirkt. Unbewusst werden Gef├╝hle, Erlebnisse und das momentane Mindset transportiert. Die meisten Leader ┬ágenie├čen selbstsichere Follower, die auch ihren Beitrag zu einem sch├Ânen Tanz geben k├Ânnen.

TIPP: Beobachte und analysiere dich selbst. Wie ist deine Haltung? Aufrecht, eingesunken, mit oder ohne Spannung? Wie m├Âchtest du auf andere wirken? Selbstsicher, fr├Âhlich oder traurig?
Starte eine Reise zu dir selbst. Lege oder setze dich dazu hin. Schlie├če die Augen und gehe bewusst durch jeden Muskel und jeden Part deines K├Ârpers. Starte bei den F├╝├čen und Ende bei den Augen. Spanne einzelne Partien an und entspanne sie wieder. Beobachte deine Haltung, deine Spannung im K├Ârper und all das, was dich gerade bewegt.

Lerne, dich St├╝ck f├╝r St├╝ck selbst zu m├Âgen…mit all deinen St├Ąrken und Schw├Ąchen… denn…wenn du dich selbst magst, dann strahlst du eine Unabh├Ąngigkeit aus, die einfach anziehend wirkt! ­čÖé

Nat├╝rlich gibt es noch weitere Punkte, aber ich denke, dieses 3 sind einmal die wichtigsten und reichen f├╝r den Moment.

Ich m├Âchte dich mit diesem Artikel einladen, etwas Neues auszuprobieren und daran zu glauben, dass es in deiner Hand liegt, Umst├Ąnde zu ver├Ąndern.
Warte nicht auf den perfekten Leader, sondern arbeite w├Ąhrend dessen an deiner Weiterentwicklung. St├╝ck f├╝r St├╝ck.

Ich w├╝rde mich sehr ├╝ber Feedback freuen – vor allem dann, wenn du eine zeitlang das eine oder andere ausprobiert hast.

Bitte scheue dich auch nicht, deine Meinung zu ├Ąu├čern und deine Sichtweise in einen Kommentar zu schreiben. Dado und ich lieben es, immer weiter in Themen einzutauchen.

In diesem Sinne…
Dance And Make A Difference!

Conny